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Tagebaugroßgeräte umfassen die größten Fördereinrichtungen und sicher auch die größten verfahrbaren technischen Aggregate überhaupt (wenn man einmal von Schiffen absieht), die jemals gebaut wurden.
Nach jahrhundertelangen Experimenten hatten sich im zwanzigsten Jahrhundert vier mechanische Grabverfahren als für große Massenbewegungen geeignet heraus kristallisiert. Die Anwendung von Grabgefäßen in Form von fest geführten Löffeln, seilgeführten Schürfkübeln sowie verschwenkbaren Schaufelrädern und Eimerketten jeweils in der Hochschnitt- und Tiefschnitt- Variante führten zu den Baggertypen:
- Löffelbagger
- Schürfkübel- (Zugschaufel-) Bagger
- Schaufelradbagger
- Eimerkettenbagger
Im Zusammenhang mit dem Vordringen der Tagebaue in größere Teufen, mußten spezielle Geräte für die Verkippung des Abraums entwickelt werden. Bei Anwendung der klassischen Strossenförderung (Abraum wird um den Tagebau herum transportiert und auf der Gegenseite verkippt) waren das zunächst Absetzer für Zugförderung, später solche für Bandförderung. Allerdings beschäftigte man sich schon zeitig mit der Idee, den Abraum auf direktem Wege über die Grube zu fördern und zu verkippen (DV = Direktversturz- Technologien). Hieraus resultieren eine Reihe von weiteren interessanten technologischen Entwicklungen, die drei Gruppen bilden, nämlich: Förderbrückenverbände, Schaufelradbagger mit überlangem Abwurfausleger sowie Absetzer mit überlangen Auslegern.
Als für die Verhältnisse deutscher Braunkohlentagebaue am geeignetsten setzten sich durch:
- Schaufelradbagger auf Raupenfahrwerken, vorwiegend im Hochschnitt
- im Abraumbetrieb: Portal- Eimerkettenbagger auf Schienen; Hoch- und Tiefschnitt
- im Kohlebetrieb: Säulenschwenk- Eimerkettenbagger auf Raupen; Tiefschnitt
- bei Strossenförderung: Absetzer für Zugbetrieb, später für Bandbetrieb
- bei Direktversturz: Abraumförderbrücken im Komplex mit Eimerkettenbaggern
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